Welche Algenarten gibt es?

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Maximilian Dormann
Maximilian Dormann

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Algen lassen sich entsprechend ihrer Größe zu den Mikroalgen oder den Makroalgen zuweisen. Mirkrolagen, wie die Spirulina-Alge sind einzellige Lebewesen. Makroalgen, wie die Nori-Alge bilden große und mit dem menschlichen Auge sichtbare Strukturen aus.
 
  • Auch die Farbe der Algen ist die Grundlage für eine Kategorisierung. Hier kannst du zwischen Blaualgen, Grünalgen, Rotalgen und Braunalgen unterscheiden.
 
  • Bekannte Algenarten sind Zuckertang, Nori, Spirulina, Dulde, Kombu oder Wakame 

Durch den Algenarten-Jungel durchblicken

Ist euch noch nicht langweilig geworden, bei dem ganzen Gerede über Algen auf unserem Blog

 

Dann soll es heute um verschiedene Arten der Algen gehen, ganz speziell darum, wie man diese kategorisieren kann.



Algenarten auf Teller

Algenarten der Größe nach ordnen

Zu Beginn eine erste mögliche Unterscheidung:

Algen fallen unter die sogenannten Mikroalgen oder Makroalgen. Mikroalgen sind winzige einzellige Organismen, die oft in Wasser leben und eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Makroalgen hingegen sind viel größere mehrzellige Algen, die häufig in Meeresumgebung und am Strand vorkommen. Sie werden oft mit Seetang oder Seegras verwechselt. Während alle Seetange Makroalgen sind, sind nicht alle Makroalgen zwangsläufig Seetang.



Makroalgen am Strand
Makroalgen, die am Strand liegen

Algenarten nach Farben gruppieren

Eine weitere Möglichkeit, Algen zu kategorisieren, ist nach ihrer Farbe. Diese Farbvariationen entstehen durch verschiedene Pigmente, die in den Algenzellen vorhanden sind. Zu den wichtigsten Farbgruppen gehören Blaualgen, Grünalgen, Rotalgen, Braunalgen und Kieselalgen.

 

 

  • Blaualgen: Diese Algen, auch bekannt als Cyanobakterien, sind für ihre blaugrüne Farbe bekannt. Sie sind in stehenden Gewässern zu finden und können sich in großen Mengen vermehren, was zu Algenblüten führt. Fun Fact: Die bekannte Mikroalge Spirulina fällt auch unter die Blaualgen.
 
  • Grünalgen: Grünalgen sind eine vielfältige Gruppe von Algen, die in Süß- und Salzwasser vorkommen. Sie sind für ihre grüne Farbe bekannt, die durch das Chlorophyll verursacht wird, das sie auch zur Photosynthese benötigen. Sie kommen sowohl als Einzeller (z.B.: Chlorella-Alge) oder als Vielzeller mit ausgebildeten Strukturen vor.
 
  • Rotalgen: Rotalgen zeichnen sich durch ihre rote Farbe aus, die durch das Pigment Phycoerythrin verursacht wird. Sie sind häufig in Meeresumgebungen zu finden und können in verschiedenen Tiefen leben. Interessanterweise wechselt die Rotalge abhängig von der Wassertiefe die Farbe.
 
  • Braunalgen: Diese Algen haben eine braune Farbe, die durch das Pigment Fucoxanthin verursacht wird. Sie sind oft in kälteren Meeresgewässern zu finden und spielen eine wichtige Rolle in marinen Ökosystemen. Die Braunalgen wachsen fast ausschließlich in Salzwasser und können eine immense Größe erreichen. Zu ihnen zählen auch die bekannten Arten Kombu und Kelp.
 
  • Kieselalgen: Kieselalgen sind einzellige Algen, die eine charakteristische Schale aus Siliziumdioxid haben. Sie sind für ihre Vielfalt und ihre wichtige Rolle im phytoplanktonischen Nahrungsnetz bekannt. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil vieler aquatischer Ökosysteme und dienen als Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Organismen, von Plankton bis hin zu größeren Meereslebewesen.



Braunalgen

Beliebte Algenarten

Bekannte Algenarten:

Neben diesen Farbkategorien gibt es auch einige bekannte Algenarten, die in verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt bekannt sind. Einige davon sind:

  • Zuckertang (Saccharina spp.): Diese Braunalge wird oft in der asiatischen Küche verwendet und ist reich an Nährstoffen wie Jod.
 
  • Nori (Porphyra spp.): Nori ist eine Rotalge, die in der japanischen Küche für die Herstellung von Sushi verwendet wird und für ihren würzigen Geschmack bekannt ist.
 
  • Wakame (Undaria pinnatifida): Eine weitere beliebte Braunalge in der asiatischen Küche, die für ihre zarte Textur und ihren milden Geschmack geschätzt wird.
 
  • Kombu (Laminaria spp.): Kombu ist eine Braunalge, die häufig in der japanischen und koreanischen Küche verwendet wird und für ihren reichen Geschmack und ihre Fülle an Mineralien bekannt ist.
 
  • Spirulina (Arthrospira spp.): Diese Mikroalge ist für ihren hohen Gehalt an Protein und anderen Nährstoffen bekannt und wird oft als Nahrungsergänzungsmittel konsumiert.
 
  • Chlorella (Chlorella spp.): Eine weitere beliebte Mikroalge, die für ihren hohen Gehalt an Chlorophyll und anderen Nährstoffen geschätzt wird.
 
  • Dulse (Palmaria palmata): Diese Rotalge wird oft in der irischen und schottischen Küche verwendet und hat einen milden, leicht salzigen Geschmack.
 

Algen sind nicht nur für die Umwelt von entscheidender Bedeutung, sondern bieten auch eine Vielzahl von Nutzen für den Menschen, sei es als Nahrungsmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder als ausgezeichnete Proteinquelle.



 

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